Lehrreiche Waldbegehung: Was am Hühnerberg zu sehen war
26. Juli 2026 Aktuelles
Rund 20 Bürgerinnen und Bürger folgten am 17. Juli der Einladung zur öffentlichen Waldbegehung des Gemeinderat und erlebten einen kurzweiligen Spätnachmittag mitten im Alpenroder Gemeindewald.
Treffpunkt war um 16:30 Uhr am Feuerwehrgerätehaus. Von dort führte Revierleiter Martin Keßler die Gruppe zum „Hühnerberg" – einer Fläche im Gemeindewald, die exemplarisch zeigt, was in unserem Wald passiert, seit Dürre und Borkenkäfer ab 2018 die Fichtenbestände großflächig zerstört haben.
Keßler erklärte anschaulich, wie die Natur solche Flächen aus eigener Kraft wiederbewaldet. Bestimmte Baumarten, sogenannte Pionierbaumarten, sind die Ersten, die auf kahlen Flächen Fuß fassen. Sie sind genügsam, wachsen schnell und bereiten den Boden für spätere Baumgenerationen vor. Wer hätte gedacht, dass das auch wirtschaftlich interessant sein kann? Keßler zeigte, wie der Forstbetrieb diese Arten gezielt nutzen kann, anstatt teuer aufzuforsten.
Besonders im Fokus stand die Zitterpappel, die Baumart des Jahres 2026. Sie ist ein typischer Pionier: leicht, anpassungsfähig, mit enormer Samenproduktion, und sie kommt ganz ohne menschliche Hilfe aus.
Zum Abschluss zeigte Keßler, wie über das Förderprogramm KIPKI konkrete Maßnahmen im Gemeindewald umgesetzt wurden. Ein Beispiel war die Verrohrung eines Bachlaufs unter einem Waldweg – auf den ersten Blick eine Kleinigkeit, die aber dafür sorgt, dass der Weg befahrbar bleibt und das Wasser geordnet abfließen kann. Solche Maßnahmen sind wichtig, damit der Wald auch langfristig für uns alle nutzbar bleibt.
Gegen 19:00 Uhr endete die Begehung. Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst – aber der nächste Waldbegang kommt bestimmt.
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